News
Mainzer Rhein-Zeitung am 14.03.2011:
Mainz – Im Schatten eines Joe Cocker an der Nordmole fand am Wochenende ein weiteres, vielleicht das eigentliche musikalische Großereignis in Mainz statt. Die Verleihung des 1. Mainzer Musikpreises der Pro Musica Viva – Maria Strecker-Daelen-Stiftung zum 20-jährigen Jubiläum des Frankfurter Hofs.
Es ist die Preisträgerin, die mit ihrem Konzert die Größe des Ereignisses ausmacht: Aziza Mustafa Zadeh, Tochter des berühmten und 1979 jung verstorbenen aserbaidschanischen Jazzmusikers Vagif Mustafa Zadeh. Im Konzert mit ihrem Trio, Ralf Cetto am Bass und Simon Zimbardo am Schlagzeug, bewegt sich Mustafa Zadeh auf dem Olymp musikalischen Schaffens.
Von Beginn an nimmt das Trio gefangen – fast erschrocken wendet sich eine Zuschauerin nach dem ersten Stück zu ihrem Sitznachbarn: „Das ist genial!“. Höchst konzentriert und beinahe ekstatisch wird alles Weitere des virtuosen Trios vom Publikum aufgesogen. Nur selten erlebt man es, dass Zuschauer so in Ehrfurcht geraten, dass sie kaum wagen, mit einem verfrühten Applaus am Ende oder einem jazztypischen nach einem Solo die aufgebaute Stimmung eines Stückes zu zerstören.
In einzigartiger Weise verbinden Zadeh und ihr Trio Klassik, Jazz und Avantgarde mit aserbaidschanischer Folklore, dem Mugam. So zierlich, verträumt und schüchtern Mustafa Zadeh auch wirkt, auf der Bühne fällt das alles von ihr ab und man staunt, mit welcher Urgewalt sie am Flügel ihre bombastischen Akkorde hämmert. Klassisch ausgebildet, ergibt sich auch bei ihr daraus ein Qualitätsmerkmal, das schon den Tango des Astor Piazzolla oder den Jazz von Esbjörn Svenssons Trio auszeichnete.
Dabei bleibt die Musik immer auch nach vorne gerichtet, sei es mit rhythmisch vertrackten Tempowechseln, sei es durch das konsequente Verweilen in dissonanten Akkordfolgen. Schließt man die Augen, fühlt man die teils hysterisch hohen Töne des Klaviers direkt auf dem Trommelfell, den Bass sanft in der Magengegend und das Schlagzeug irgendwo am Hinterkopf. Ein körperliches Erlebnis, wie man es nur bei feinfühlig und perfekt arrangierter Musik wirklich genießen kann. (Daniel Seeger)
Vorbei sind sie, die Leverkusener Jazztage. Und wir waren dort, gemeinsam mit Victor Bailey, John Scofield, Al Di Meola, Billy Cobham, Allan Holdsworth und vielen anderen.
Ganz frisch veröffentlicht – Der Sendetermin unseres Konzerts im WDR-Fernsehen ist zwar noch eine Weile hin, aber ich freue mich trotzdem sehr darauf: Dienstag, 07. Juni 2011, 23.15 Uhr in der Reihe “WDR-Jazzline”.
Hier der Link zur Homepage des Festivals: Leverkusener Jazztage 2010
26.12.2010 Das Jahr neigt sich rasch seinem Ende zu, und ich durfte wieder an vielen wunderbaren und spannenden Projekten mitarbeiten. Die Theaterproduktion “Mann-O-Money” im Stadttheater Gießen mit den “Schmachtigallen” ist seit der Premiere im Oktober immer ausverkauft gewesen und wird bis mindestens Juni 2011 fortgesetzt.
In meiner Instrumentenfamilie gastiert seit neuestem eine wunderbare Pepote Maxi Cajon, die klanglich schlichtweg alles mitbringt, was mir bei Cajones immer gefehlt hat. Kombiniert mit einem Schlagwerk Heck Stick (Fragt mich nicht, wo die Schlagwerk-Buben die Namen für ihre Produkte herbekommen…) und einiger kleiner Handpercussion transportiere ich in nur zwei übersichtlichen Koffern ein komplettes Percussionset für Proben und kleine Gigs mit dem klanglich gewissen Etwas. Sehr genüsslich, das wird weiter entwickelt.

