Biografie

Simon Zimbardo studierte Schlagzeug in der Universität Kassel und der Hochschule für Musik Mainz, wo er 1998 mit Diplom für Jazz/jazzverwandte Musik abschloss. Anschließend absolvierte er den Studiengang „Popularmusik“ der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er gewann mehrere Erste Preise beim Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“, sowohl als Solist, als auch mit dem Quintett „Naima“ mit Christian Weidner (sax), Christian Meyers (tp), Markus Horn (p) und Hanns Höhn (b). Konzerttourneen für das Goethe-Institut und den Deutschen Musikrat führten ihn gemeinsam mit dem Quintett in mehrere Länder Europas und Südostasiens.

Parallel zum Studium spielte er in verschiedenen Ensembles des Rhein-Main-Gebiets, u. a. im Quartett mit Corinna Danzer und Martin Lejeune. Als Drummer im hessischen Landesjugend – Jazzorchester wurde er von 1993-1997 von Dozenten wie John Clayton, Jiggs Whigham, Michael Küttner und Ray Brown ausgebildet und begleitete Solisten wie Albert Mangelsdorff, Don Menza, Dee Daniels, Silvia Droste, Tony Lakatos, Randy Brecker, Bill Ramsey und Ack van Rooyen.
Mit dem Ensemble konzertierte er in ganz Deutschland sowie in Ungarn, Malaysia, Singapur, Indonesien und Vietnam.

Gemeinsam mit dem Bassisten Hanns Höhn und dem Pianisten Markus Horn spielte er bei Filmmusik-Projekten mit philharmonischen Orchestern aus Deutschland, Ungarn und Rumänien.

Weitere Einflüsse schöpfte er aus Meisterkursen und Begegnungen mit Terry Bozzio, Peter Erskine, Jeff Hamilton, Udo Dahmen und Matt Wilson.

Simon Zimbardos musikalischer Schwerpunkt liegt im Bereich Big Band, diversen Jazzbesetzungen und in der Begleitung von Künstlern und Ensembles live und im Studio. Er spielte bei zahlreichen Theater- und Musicalproduktionen in deutschen Großstädten. Zwischen 1999 und 2005 dirigierte er die Darmstädter Downtown-Bigband, anschließend andere Bigbands im Rhein-Main-Gebiet. In Mainz ist er Schlagzeuger des m.s.schmitt-jazzorchesters, das Kompositionen und Bearbeitungen des Saxophonisten und Arrangeurs Martin Schmitt live und im Studio vertont.

Im Jahre 2006 schrieb der Seligenstädter Organist und Komponist Thomas Gabriel „Momo“, ein abstraktes Konzert in zwölf Bildern für Kirchenorgel und Drumset, das von Gabriel und Zimbardo mehrfach in ganz Deutschland aufgeführt wurde. Eine Reihe von weiteren gemeinsamen Projekten, CD-Produktionen und Uraufführungen von Thomas Gabriels Kompositionen folgten.

Seit 2008 spielt Simon Zimbardo gemeinsam mit dem Bassisten Ralf Cetto im Trio mit der aserbaidschanischen Pianistin und Sängerin Aziza Mustafa Zadeh. Aziza Mustafa Zadeh Trio Halle Opera Concert 2009Konzertreisen führten das Trio durch Deutschland sowie nach England, Spanien, Rumänien, Luxembourg, die Schweiz, Serbien, Zypern, Österreich, die Türkei und Aserbaidschan. Während einer Tournee durch Europa im Jahre 2009 trat das Trio u. a. beim Jazzfestival in Montreux auf. Eine ARD-Dokumentation über Aziza Mustafa-Zadeh zeigt große Teile eines Konzerts des Trios in Basel im Dezember 2009; Der Film wurde seither mehrfach auf ARTE ausgestrahlt. Das WDR-Fernsehen sendete im Sommer 2011 einen vielbeachteten Konzertmitschnitt des Trios bei den Leverkusener Jazztagen 2010.

Simon Zimbardo ist seit 2003 Dozent für Rock/Pop/Jazz-Schlagzeug am Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz. Seit 2015 ist er Endorser für Bosphorus Cymbals.

Bosphorus